Der Hauttyp ist eine Eigenschaft der Haut, die durch ihren Melaningehalt bestimmt wird. Aufgrund unterschiedlicher Melaninmengen, einem natürlichen Pigment, unterscheidet sich die Haut der Weltbevölkerung in Farbe und Empfindlichkeit gegenüber ultravioletten Strahlen der Sonne.
Es ist wichtig, dass jeder seinen Hauttyp kennt, da jeder Hauttyp unterschiedlich auf ultraviolette Sonnenstrahlen reagiert. Dies ermöglicht es, das Risiko von Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs richtig einzuschätzen.
Es gibt verschiedene Klassifizierungen, die gebräuchlichste ist die Fitzpatrick-Klassifizierung der Hautphototypen.
Was ist ein Hautphototyp?
Der Hautphototyp ist eine genetisch bedingte Eigenschaft, die die Empfindlichkeit der Haut gegenüber ultravioletten Strahlen bestimmt und es uns ermöglicht, die Reaktion der Haut auf die Exposition, von ultraviolettem bis zu nahinfrarotem Licht, vorherzusagen.
Der Hautphototyp ändert sich nicht mit dem Alter, da er eine angeborene Eigenschaft der Haut ist.
UV-Strahlen
Ultraviolette Strahlen sind ein ständiger Bestandteil der Sonnenstrahlung. Sie werden üblicherweise in drei Bereiche unterteilt. Jeder Bereich besitzt spezifische Eigenschaften und hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Haut.
Auswirkungen von UV-Strahlen
Die Haut ist eines der größten menschlichen Organe; sie erfüllt eine Schutzfunktion und ist außerdem am Stoffwechsel der Sexualhormone und an der Synthese von Vitaminen beteiligt.
Vitamin-D-Synthese
In der Haut wird unter dem Einfluss von UVB-Strahlen aus Dihydrocholesterol die aktive Form von Vitamin D₃ gebildet. Vitamin D reguliert den Kalziumstoffwechsel im Körper und ist somit für die gesunde Entwicklung des Skeletts unerlässlich. Ein Mangel im Kindesalter kann zu Rachitis führen. Darüber hinaus erhöht Vitamin-D-Mangel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und begünstigt Depressionen.
Melaninsynthese und natürlicher Hautschutz
Hautmelanin ist ein wichtiges Pigment in unserem Körper. Es wird von Hautzellen, den sogenannten Melanozyten, produziert. Die Hauptfunktion von Melanin besteht darin, die schädliche ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts zu absorbieren. Durch die Absorption ultravioletter Strahlen schützt Melanin die DNA der Zellen vor Schäden. Dies ist sehr wichtig, da Schäden an der DNA der Hautzellen das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Melanozyten sind Hautzellen, die Melanin produzieren, das natürliche Pigment, das für die Hautfarbe verantwortlich ist. Durch die Regulierung ihrer Aktivität lässt sich ein gleichmäßigerer und strahlenderer Teint erzielen.
Melanin und Pigmentierung
Unter dem Einfluss ultravioletter Strahlen bräunt unsere Haut. Die Bräunung der Haut durch UV-Strahlung wird durch zwei Prozesse verursacht. Schnelle Veränderungen der Hautpigmentierung erfolgen durch eine chemische Reaktion des geringen Melaninanteils in der Haut. Unter dem Einfluss von ultraviolettem Licht dunkelt das Melanin nach. Der zweite Mechanismus verläuft langsamer und ist mit der Aktivierung der Melanozyten verbunden. Diese Hautzellen initiieren die Melanin-Synthese und transportieren das Melanin zu den anderen Hautzellen. Dieser Prozess dauert mehrere Tage.
Schema der Aktivierung der Melanin-Synthese durch Melanozyten und Verteilung des Pigments in der Haut

Aktivierung von Melanozyten
Bei verstärkter Einwirkung ultravioletter Strahlen auf die Haut werden die Melanozyten aktiviert.
Melaninsynthese
Melanozyten fördern die Melaninsynthese und transportieren das Melanin zu den Hautzellen: den Keratinozyten.
Melaninverteilung
Melanin verteilt sich in den Hautzellen, bildet einen "Schutzschild" um den Zellkern und schützt die DNA der Zellen vor Schäden.
Auf diese Weise bräunt unsere Haut und wird gleichzeitig vor den negativen Auswirkungen ultravioletter Strahlen geschützt.
Weitere natürliche Faktoren, die die Haut vor UV-Strahlen schützen
Neben der Bräunung verfügt unsere Haut auch über andere Faktoren, die sie vor UV-Strahlen schützen.
Urocansäure wird von unserer Haut produziert und ist ein natürlicher Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 4. Trockene Haut wird empfindlicher, diese Eigenschaft berücksichtigen wir bei der Entwicklung unserer Sonnenschutzmittel dank der "Water Shield"-Technologie.
Unter dem Einfluss von ultravioletter Strahlung und Hautverbrennungen wird die Regeneration der Keratinozyten angeregt, was zu einer Verdickung der Hornschicht der Haut führt. Dadurch streut die Hornschicht mehr ultraviolette Strahlung und schützt zusätzlich die darunterliegenden Hautschichten.
Negative Auswirkungen von UV-Strahlen auf die Haut
In den letzten Jahrzehnten haben Forscher den negativen Auswirkungen ultravioletter Strahlen auf die Haut besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Je nach Wellenlänge dringen UV-Strahlen in unterschiedliche Hauttiefen ein und schädigen Zellen und extrazelluläre Strukturen. Die negativen Auswirkungen von UV-Strahlen werden in akute (schnelle) und chronische Effekte unterteilt. Zu den schnellen Effekten zählen Sonnenbrand, Hautpigmentierung, eine geschwächte Immunabwehr und Photodermatose (Sonnenallergie). Chronische Effekte sind kumulativ und entwickeln sich über Jahre hinweg.
105 Photodamage von Zellen durch UV-Strahlung
Jede Hautzelle ist täglich 10⁵ Lichtschäden unterschiedlicher Intensität ausgesetzt. Bei starken Schäden sterben die Zellen ab, was zu Hautverbrennungen führt.
Ultraviolette Strahlen schädigen Zellstrukturen und die DNA der Zellen. Die gefährlichste Schädigung betrifft die DNA und kann Hautkrebs verursachen.
Die Eindringtiefe ultravioletter Strahlen in die Haut
Die Eindringtiefe ultravioletter Strahlen in die Haut hängt von der Wellenlänge ab. UVB-Strahlen dringen nur bis zu einer Tiefe von 100 Mikrometern in die oberste Hautschicht, die Epidermis, ein. Ultraviolette Strahlen hingegen können bis in die tiefer liegende Hautschicht, die Dermis, vordringen, welche für die Elastizität der Haut verantwortlich ist. Der Kollagenabbau in der Dermis führt zu Hauterschlaffung und Faltenbildung.
Was versteht man unter Hautphototyp?
Historisch gesehen hat die Bevölkerung in Breitengraden mit hoher UV-Intensität (am Äquator) eine dunkle Hautfarbe. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto heller wird die Hautfarbe. Der menschliche Körper hat sich also an das Leben in Breitengraden mit hoher UV-Intensität angepasst.

Mit dem wachsenden Wissen über die Haut haben Hautphototypen an Bedeutung gewonnen. Dieser wichtige Indikator wird in der Dermatologie häufig verwendet, um die Reaktion der Haut auf ultraviolette Strahlung vorherzusagen, Sonnenschutzmittel zu entwickeln, die Parameter von Laserbehandlungen zu bestimmen und Empfehlungen zur Hautkrebsprävention zu erarbeiten.
Klassifizierung der Hautphototypen nach Fitzpatrick
Die Fitzpatrick-Hauttypklassifikation basiert auf phänotypischen Merkmalen wie Haut- und Haarfarbe, Augenfarbe und ethnischer Herkunft. Sie dient zur Bestimmung der UV-Empfindlichkeit der Haut. Laut dieser Klassifikation lässt sich die Weltbevölkerung in sechs Hauttypen einteilen.
Fototyp I
Ungebräunte Haut ist strahlend weiß.
Blaue oder grüne Augen
Sommersprossen sind häufig
Geografische Herkunft: Nordeuropa/Britisch.
Hauttyp I ist am empfindlichsten gegenüber ultraviolettem Licht. Er verbrennt immer, bevor er braun wird. Die Bräune ist leicht und verschwindet schnell wieder, sobald die Sonne untergeht.
Täglicher Schutz: Lichtschutzfaktor 30
Risikofaktoren*: Lichtschutzfaktor 50
*For more information on risk factors, see the section UV-Risiken und Schutztipps.
Risiken für Phototyp I
RISIKO | |
SONNE | maximales Sonnenbrandrisiko |
KREBS | hohe Risiken |
LASERVERBRENNUNGEN | geringe Risiken |
Hyperpigmentierung | geringes Risiko |
Empfehlungen für Phototyp I
Extrem eingeschränkte Sonneneinstrahlung. Wir empfehlen, täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 auf unbedeckte Hautpartien aufzutragen. Für zusätzlichen Schutz tragen Sie Kleidung. Bei Vorliegen von Risikofaktoren verwenden Sie eine Breitband-Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50.
Fototyp II
Ungebräunte Haut ist weiß.
Blaue oder braune Augen
Rotes, blondes oder braunes Haar
Geografische Herkunft: Europa, Skandinavien.
Hauttyp II ist sehr empfindlich gegenüber ultraviolettem Licht. Man verbrennt sich oft, bevor man braun wird. Die Bräune ist hell und verschwindet schnell wieder, sobald die Sonne untergeht.
Täglicher Schutz: Lichtschutzfaktor 30
Risikofaktoren*: Lichtschutzfaktor 50
*Weitere Informationen zu Risikofaktoren finden Sie im Abschnitt UV-Risiken und Schutztipps.
Risiken für Fototyp II
RISIKO | |
SONNE | hohes Sonnenbrandrisiko |
KREBS | hohe Risiken |
LASERVERBRENNUNGEN | geringe Risiken |
Hyperpigmentierung | relativ geringes Risiko |
Empfehlungen für Fototyp II
Begrenzen Sie die Sonnenexposition. Es wird empfohlen, täglich eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auf unbedeckte Hautstellen aufzutragen. Tragen Sie für zusätzlichen Schutz Kleidung. Bei Vorliegen von Risikofaktoren verwenden Sie eine Breitband-Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50.
Fototyp III
Ungebräunte Haut ist blass.
Braune Augen
Dunkles Haar
Geografische Herkunft: Süd- oder Mitteleuropa.
Hauttyp III hat eine durchschnittliche UV-Toleranz, ist aber dennoch bei erster intensiver Sonneneinstrahlung sonnenbrandgefährdet. Die Bräune ist intensiver als bei den Hauttypen 1 und 2.
Täglicher Schutz: Lichtschutzfaktor 30
Risikofaktoren*: Lichtschutzfaktor 50
*Weitere Informationen zu Risikofaktoren finden Sie im Abschnitt UV-Risiken und Schutztipps.
Risiken für Fototyp III
RISIKO | |
SONNE | mittleres Sonnenbrandrisiko |
KREBS | mittleres Sonnenbrandrisiko |
LASERVERBRENNUNGEN | mittleres Sonnenbrandrisiko |
IPL-VERBRENNUNGEN | mittel-hoch |
Hyperpigmentierung | mittleres Sonnenbrandrisiko |
Empfehlungen für Fototyp III
Obwohl Hauttyp III besser an die Sonnenstrahlen angepasst ist und schnell bräunt, ist mäßige Sonnenexposition dennoch empfehlenswert. Besonderes Augenmerk sollte auf den Schutz vor UVA-Strahlen gelegt werden, da diese keine offensichtlichen biologischen Auswirkungen haben. Aufgrund der höheren Resistenz gegen UVB-Strahlen können Menschen mit Hauttyp 3 zudem länger in der Sonne bleiben und somit die UVA-Belastung erhöhen. Daher wird trotz des höheren Schutzgrades die Anwendung eines Breitband-Sonnenschutzmittels mit Lichtschutzfaktor 30 empfohlen, das sowohl vor UVA-I- als auch vor UVA-II-Strahlung schützt.
Die Hauptregel für Fototyp III:
Bei längerer Sonneneinstrahlung – Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor >30 und UVA-Schutz verwenden.
Fototyp IV
Die Haut ist hellbraun
Braune Augen
Dunkles Haar
Geografische Herkunft: Mittelmeerraum, Asien oder Lateinamerika.
Hauttyp IV ist ein Hauttyp, der relativ gut vor der Sonne geschützt ist. Menschen mit Hauttyp IV bekommen fast nie Sonnenbrand; sie bräunen schnell und intensiv.
Täglicher Schutz: Lichtschutzfaktor 30
Risikofaktoren*: Lichtschutzfaktor 50
*Weitere Informationen zu Risikofaktoren finden Sie im Abschnitt UV-Risiken und Schutztipps.
Risiken für Fototyp IV
RISIKO | |
SONNE | Sonnenbrand ist extrem selten |
KREBS | mittel-niedrig |
LASERVERBRENNUNGEN | mittel-hoch |
IPL-VERBRENNUNGEN | hohe Risiken |
Hyperpigmentierung | hohe Risiken |
Empfehlungen für Fototyp IV
Hauttyp IV weist ähnliche Hautmerkmale wie Hauttyp III auf. Daher ist es wichtig, auf UVA-Schutz zu achten, um der Hautalterung vorzubeugen.
Charakteristisch für den Hauttyp IV ist die hohe Neigung zu postinflammatorischer Hyperpigmentierung. Daher ist das Risiko einer Hyperpigmentierung bei Patienten mit Hauttyp IV während Laserbehandlungen fünfmal höher als bei Patienten mit den Hauttypen I und II. Dies sollte beachtet und ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50 und UVA-I- sowie UVA-II-Schutz verwendet werden.
Die Hauptregel für Fototyp IV:
Bei Hautentzündungen (Akne, nach Eingriffen) Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50 auftragen.
Beispiel für Fototyp V
Die Haut ist braun
Braune Augen
Dunkles Haar
Geografische Herkunft: Ostindisch, indianisch, hispanisch oder afrikanisch.
Hauttyp V bräunt schnell und ist gut vor UVB-Strahlen geschützt, daher ist das Sonnenbrandrisiko minimal. Die Bräune ist intensiv.
Täglicher Schutz: Lichtschutzfaktor 30
Risikofaktoren*: Lichtschutzfaktor 50
*Weitere Informationen zu Risikofaktoren finden Sie im Abschnitt UV-Risiken und Schutztipps.
Risiken für Fototyp V
RISIKO | |
SONNE | Minimum |
KREBS | geringe Risiken |
LASERVERBRENNUNGEN | hohe Risiken |
IPL-VERBRENNUNGEN | Die Eingriffe sind kontraindiziert |
Hyperpigmentierung | hohe Risiken |
Empfehlungen für Hauttyp V
Bei Hauttyp V wird die Verwendung von Sonnenschutzmitteln empfohlen, um Hyperpigmentierung vorzubeugen. Bei länger anhaltenden Entzündungen (Akne, nach kosmetischen Eingriffen) empfiehlt sich ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50 und UVA-II- sowie UVA-I-Schutz.
Trotz des geringen Risikos sollte auch die Vorbeugung von Hautkrebs und Melanomen in Betracht gezogen werden.
Die Hauptregel für Fototyp V:
Bei Hautentzündungen (Akne, nach Eingriffen) Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50 auftragen.
Fototyp VI
Die Haut ist schwarz
Braune Augen
Dunkles Haar
Geografische Herkunft: Afrikanisch oder indigen.
Hauttyp VI bräunt schnell und ist gut vor UVB-Strahlen geschützt, daher ist das Sonnenbrandrisiko minimal. Die Bräune ist intensiv.
Täglicher Schutz: Lichtschutzfaktor 30
Risikofaktoren*: Lichtschutzfaktor 50
*Weitere Informationen zu Risikofaktoren finden Sie im Abschnitt UV-Risiken und Schutztipps.
Risiken für Fototyp VI
RISIKO | |
SONNE | Minimum |
KREBS | geringe Risiken |
LASERVERBRENNUNGEN | hohe Risiken |
IPL-VERBRENNUNGEN | Die Eingriffe sind kontraindiziert |
Hyperpigmentierung | hohe Risiken |
Empfehlungen für Fototyp VI
Für Hauttyp 6 gibt es keine spezifischen Empfehlungen zum Schutz der Haut vor der Sonne.
Es ist wichtig, die Vorbeugung von Hautkrebs und lichtbedingter Hautalterung zu beachten. Risiken wie Breitengradwechsel oder Aufenthalte in den Bergen oder an Gewässern stellen für Hauttyp 6 keine Risikofaktoren dar. Bei chronischer Entzündung ist das Risiko einer Hyperpigmentierung jedoch hoch.
Die Hauptregel für den Fototyp VI:
Bei Hautentzündungen (Akne oder nach Eingriffen) Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50 auftragen.
Hautempfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen
Die Haut reagiert je nach Hauttyp unterschiedlich empfindlich auf ultraviolette Strahlen. Kennt man seinen Hauttyp, kann man die Risiken richtig einschätzen und die negativen Auswirkungen von UV-Strahlung auf die Haut vermeiden. Menschen mit einem hohen Hauttyp sind besser vor den negativen Auswirkungen ultravioletter Strahlung geschützt.
Hauttypen: UV-Risiken und Tipps zum Schutz vor UV-Strahlung
Das Risiko von Sonnenbrand und Hautkrebs hängt vom Hauttyp ab
Das Risiko für Sonnenbrand ist bei Hauttyp I am höchsten. Die Haut von Menschen mit diesem Hauttyp ist sehr empfindlich gegenüber ultravioletten Strahlen, verbrennt fast immer und bräunt nur schlecht. Mit steigendem Hauttyp nimmt das Risiko für Sonnenbrand ab, und Menschen mit Hauttyp 6 sind in der Regel nicht von Sonnenbrand betroffen. Da die Haut von Menschen mit Hauttyp 6 besser vor ultravioletter Strahlung geschützt ist, erkranken sie seltener an Hautkrebs als Menschen mit einem hellen Hauttyp.
Melanomrisiko
Das maligne Melanom zählt zu den gefährlichsten Hautkrebsarten und hat eine hohe Sterblichkeitsrate. Menschen mit heller Haut haben ein erhöhtes Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken; zudem erhöht das Leben in Äquatornähe das Risiko. Melanome sind schwer heilbar und haben eine hohe Sterblichkeitsrate.
Empfehlungen
Es ist wichtig, die Tipps zum Hautschutz zu befolgen.
Lassen Sie Ihre Muttermale untersuchen, um Melanome im Frühstadium zu erkennen.
Breitengrad und Höhe bei UV-Bestrahlung
Die Intensität der UV-Strahlung variiert weltweit je nach geografischer Region. Vergessen Sie das nicht, wenn Sie verreisen.
Schutz vor UV-Strahlen
UV-Schutz wird dank der über Jahre gesammelten Erkenntnisse immer mehr zum Standard. Die Klassifizierung der Hauttypen nach Fitzpatrick hilft dabei, den optimalen Schutz auszuwählen.
Sonneneinstrahlung reduzieren
Begrenzen Sie die Sonneneinstrahlung zwischen 10 und 16 Uhr.
Bleib im Schatten.
Vermeiden Sie längere Sonneneinstrahlung.
Lichtschutzfaktor 30
Breitspektrum-UVB- und UVA-Schutz. Anwendungshinweise beachten. Sonnenschutzmittel auf alle unbedeckten Körperstellen auftragen, einschließlich Hände, Dekolleté, Hals und unbehaarte Kopfhaut.
Kleidung und Brille
Tragen Sie sonnenschützende Kleidung, einen breitkrempigen Hut und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
EMPFEHLUNGEN
Auswahl des Lichtschutzfaktors für Hauttypen I und II
Risikofaktoren, bei denen eine Erhöhung des Schutzniveaus auf Lichtschutzfaktor 50 erforderlich ist:
- Breitengradvariation in der Nähe des Äquators;
- Ausflüge in die Berge, Skigebiete oder an Wasserorte;
- die Rehabilitationsphase in den ersten 3 Monaten nach der Laseroperation und photorejuvenation auf behandelten Hautstellen;
- Photodermatose.
Bitte beachten Sie: Die obigen Informationen beschreiben das Prinzip des UV-Schutzes der Haut und dienen lediglich der Orientierung. Die Haut jedes Menschen ist einzigartig, ebenso wie ihr Zustand. Die Wahl des Sonnenschutzmittels hängt davon ab. Befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes.
Empfehlungen für Hauttypen III und IV
Hauttypen 3 und 4 sind besser vor UV-Strahlung geschützt, bräunen gut und bekommen selten Sonnenbrand. Für diese Hauttypen reicht unter normalen Bedingungen ein Lichtschutzfaktor von 30 aus.
Menschen mit den Phototypen 3 und 4 haben ein erhöhtes Risiko für postinflammatorische Hyperpigmentierung, eine Hautpigmentierung, die durch anhaltende Entzündungen verursacht wird: nach Akneausbrüchen, nach Verbrennungen, sogar nach Laserbehandlungen.
Sofern Ihr Arzt Ihnen nichts anderes verordnet hat, befolgen Sie bei Vorliegen von Risikofaktoren die Empfehlungen in der folgenden Tabelle.
Risikofaktoren für Hauthyperpigmentierung und Empfehlungen.
Risikofaktor | Verwenden Sie Lichtschutzfaktor 50 für |
Akneausbrüche mit Neigung zur Pigmentierung | bis die Haut vollständig verheilt ist und für die nächsten 3 Monate. |
Nach der Haut-Photorejuvenation-Behandlung | 1-3 Monate |
Laser- oder Photokoagulation der Gesichtsgefäße | 3 Monate |
Laserkoagulation von Blutgefäßen an Beinen und Körper | 6 Monate |
Melasma, Chloasma | kontinuierliche Anwendung von SPF |
Denken Sie daran, dass der Lichtschutzfaktor (SPF) keinen 100% igen Hautschutz garantiert. Ignorieren Sie daher nicht die Empfehlungen für andere Schutzmethoden.
Empfehlungen für Hauttypen III und IV
Menschen mit den Hauttypen 5 und 6 sind besser vor den negativen Auswirkungen von UV-Strahlen geschützt. Sie bekommen fast nie Sonnenbrand und bräunen nicht schnell. Bei Risikofaktoren für Hyperpigmentierung wird jedoch die Verwendung eines Lichtschutzfaktors von mindestens 30 empfohlen.
Die richtige Sonneneinstrahlung ist der Weg zu gesunder, jugendlicher Haut
Jetzt kennen Sie Ihren Hauttyp und die wichtigsten Regeln, um Ihre Haut vor den negativen Auswirkungen von UV-Strahlen zu schützen. Befolgen Sie diese einfachen Regeln, um das Risiko von Hautkrebs und Melanomen zu reduzieren und Ihre Haut jung und gesund zu erhalten, indem Sie der lichtbedingten Hautalterung vorbeugen.
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Häufig gestellte Fragen
Nein, der Hautphototyp kann sich mit dem Alter nicht ändern, da er eine genetisch bedingte Eigenschaft der Haut ist und mit dem Phänotyp einer Person zusammenhängt.
Die Empfindlichkeit gegenüber ultravioletter Strahlung kann aufgrund von Haut- und Körperkrankheiten sowie bei der Einnahme von Photosensibilisatoren variieren.
Nein, das Bräunen im Solarium schützt nicht vor den negativen Auswirkungen von UV-Strahlen auf die Haut. Im Gegenteil: Die UV-Strahlung im Solarium verschlechtert den Hautzustand und erhöht das Hautkrebsrisiko.
Literatur
- D'Orazio, J.; Jarrett, S.; Amaro-Ortiz, A.; Scott, T. UV Radiation and the Skin. Int. J. Mol. Sci. 2013, 14, 12222-12248.
- Nordlund, J.J. The melanocyte and the epidermal melanin unit: An expanded concept. Dermatol. Clin 2007, 25, 271–281.
- Kawada, A. Risk and preventive factors for skin phototype. J. Dermatol. Sci 2000, 23, S27–S29.
- Holick, M. Does sunscreen block the skin’s ability to make vitamin D? If so, how can I get enough of this vitamin without raising my risk of skin cancer? Health News 2002, 8, 12.
- Hoeijmakers, J. H. DNA damage, aging, and cancer. N. Eng. J. Med 2009 , 361 , 1475–1485.
- Cheyasak N, Manuskiatti W, Maneeprasopchoke P, Wanitphakdeedecha R. Topical corticosteroids minimise the risk of postinflammatory hyper-pigmentation after ablative fractional CO2 laser resurfacing in Asians. Acta Derm Venereol 2015;95:201-5.

